Pressestimmen

Jahrgang 1982

"Hausfrau Emma Pohl aus Bargteheide wuerde ploetzlich Klartext verstehen etwa bei den Chefs aus Hamburg" Playboy

"Polizei suchte in Hamburg die Chefs" Morgenpost

"Feministenen zwangen die Chefs zur Aufgabe" BILD-Zeitung

"Chefs Platten beschlagnahmt" TAZ

"fuer Aufsehen sorgte die Hamburger Band schon bei ihrem ersten Auftritt" NEUE AZ

"lieber n'Ferrari fahren als Jahrelang auf n'Opel sparen" BILD-Zeitung

"...die Jungs machen eine eingaengige gute Keyboard Musik" Das Abend-Journal NDR

"die Underground Platte des Jahres" Blitz Journal

"...die bald zum Sammlerstueck werden koennte!" Die Zeit

Pressebild Chefs

May 1982

"Der damals zweiundzwanzig Jahre alte Schauspieler aus Hamburg Patrick Heischrek und seine Kollegen nehmen 1982 ein Demoband mit griffiger Rockmusik und chauvinistischen Texten auf. Dem "Fee"-Produzenten Frank Mille gefallen die Nummern, so dass er mit der Formation das Album "Keine Emotionen bitte" fuer das Risiko-Label aufnimmt. Der erste Auftritt der Band in der Hamburger Szene-Kneipe "Logo" am 27.05.1982 ist von Krawallen begleitet. Rund dreihundert, zum Teil militante Feministinnen sind aufmarschiert, um den Auftritt zu verhindern. Steine und Stinkbomben fliegen in das Lokal. Den Journalisten erklaeren die Demonstrantinnen, dass sie sich durch die frauenfeindlichen Texte des Quartetts auf gar keinen Fall zum "Sexualobjekt" stempeln lassen wollen. "Die Chefs" verlassen das "Logo" unter Polizeischutz. Spaeter wird die Platte durch eine Gerichtsverfuegung zur Pornographie erklaert und darf nur noch unter dem Ladentisch verkauft werden. Von Rundfunk und Fernsehen werden die "Chef"-Titel erst gar nicht gesendet. "Wer unsere Texte nicht begreift als ueberspitzte, saftige Ironie, als Versuch, die Dinge beim Namen zu nennen, dem ist auch von den Chefs nicht zu helfen", sagte Heischrek, der die "sympathische Ausstrahlung eines messerstechenden Sued-Bronx-Dealers hat" (Oxmox), zu seinen respektlos-frivolen Zeilen ueber Sex, Ehekrieg und Maennertraeume. Ob die Gruppe nun die "empfehlenswerteste Geschmackslosigkeit seit Zappa" (Oxmox) darbietet oder einfach nur "in aergster Macho-Manier nach den starken Mann ruft" (Die Zeit), sei dahingestellt; musikalisch bringen die Hamburger eine Mischung ansprechender Rockmuster und raffinierter Synthesizer-Klangfarben. Nachdem sich "die Chefs" wegen der Querelen um ihre Platte aufloesen, startet Heischrek im Herbst 1983 eine Solo-Karriere mit dem weit weniger provokanten Album "Keine Angst vor meiner Nase".
(aus dem Buch: Neue deutsche Welle, Kunst oder Mode von Doepfner & Garns)

Logo Hamburg

27 May, 1982

...erstes Hamburger Konzert

...300 Feministinnen

...von den Frauen wild gemachte Punker

1982 verboten. Heute Sammlerstueck.

"Die empfehlenwerteste Geschmacklosigkeit

seit Zappa" OXMOX 1982

...

Neue Deutsche Welle

die Underground Platte des Jahres...

"Keine Emotionen bitte" 1982

  1. Chauvinist
  2. Trabant
  3. Reich sein
  4. Bananne-Zitrone
  5. Zusammensein
  6. Rette sich wer kann
  7. Oberficker
  8. Angelehnt
  9. Softies sind Versager
  10. Frauenkörper

  • Patrick Heischrek, Gesang und Tasteninstrumente
  • Dirk Kiesbye, Tasteninstrumente und Synthesizerprogramme
  • Max Krumme, Schlagzeug
  • Rolf Woebke, Bass

ZDF Reportage 1982

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